Die Entstehung der jüdischen Gemeinde in Frankenau geht bis ins 17./18. Jahrhundert zurück.
Die Gemeinde hatte eine Synagoge, eine jüdische Schule, eine Mikwe und einen Friedhof. 1933 lebten 65 Jüdinnen und Juden in Frankenau. Der Hälfte von ihnen gelang die Flucht in die USA und nach Palästina. Von den verfolgungsbedingt innerhalb Deutschlands Verzogenen wurden sechs Frankenauer in Vernichtungslagern ermordet.
Mit STOLPERSTEINEN wird Frankenau an seine jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger erinnern.
STOLPERSTEINE sind kleine Messingplatten, die gegossen in einen Betonblock vor den Wohnhäusern angebracht werden, in denen die Opfer des Nationalsozialismus zuletzt freiwillig lebten. Das Projekt, das 1996 von dem Künstler Gunter Demnig gestartet wurde, gilt mit über 100.000 verlegten Steinen in mehr als 30 europäischen Ländern als das größte dezentrale Mahnmal der Welt.
Erste Verlegung mit dem Künstler Gunter Demnig
Montag, 31. August 2026 10.00 – 11.00 Uhr in der Waldecker Str. 5 in Frankenau
Fünf STOLPERSTEINE für Familie Plaut
Familie Plaut war gezwungen, in die USA zu fliehen. Hermann und Sohn Walter erreichten im Januar 1935 New York, seine Frau Carrie und Tochter Lore folgten im Juni 1935 und Hermanns Mutter Auguste im März 1936.
Die Aktion wird getragen von der Initiative STOLPERSTEINE Frankenau (Claude Pilger / Walter Ruhwedel / Valerie van der Kraan / Astrid Weber) mit Unterstützung des Ortsbeirates Frankenau und des Fördervereins der Vereinsgemeinschaft Frankenau gemeinsam mit einem breiten Bündnis Frankenauer Bürgerinnen und Bürger.
Kontakt: Astrid Weber, Telefon: 01 73 – 29 12 451