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„Frohe Kunde“ für Altenlotheim
Es ward Licht: Dietmar Schneider hat neue LED-Birnen eingeschraubt. Hier mit (von links) Anika Loch, Stefanie Mütze, Nina Mitze, Ingrid Bremmer, Petra Heinl-Müller und Pfarrerin Henriette Quapp-Wahl. © Foto: Susanna Battefeld
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„Frohe Kunde“ für Altenlotheim

Samstag, 06. Dezember 2025, Frankenberger Allgemeine / Frankenberger Land (SUSANNA BATTEFELD)

Marode Elektrik in Kirche wurde saniert – 38.000 Euro Fördermittel

Altenlotheim – Als Elektromeister Dietmar Schneider den Lichtschalter betätigte und die Deckenlampe in der Altenlotheimer Kirche erstrahlte, gab es spontanen Applaus und ein langgezogenes „Aaaaah“ von Pfarrerin Henriette Quapp-Wahl und den Mitgliedern des Kirchenvorstandes, die zum Pressetermin in das Gotteshaus gekommen waren.

„Toll, dass Ihr das hingekriegt habt, worauf wir jahrelang gewartet haben.
Der gesamte Kirchenvorstand ist jetzt glücklich.“

Die Freude war groß: Nach knapp vier stromlosen Jahren ist jetzt die Elektrik modernisiert und gibt es wieder Strom in der Altenlotheimer Kirche.

„Wenn nichts dazwischen kommt, werden wir am Heiligen Abend die Glocken endlich wieder läuten, der Weihnachtsbaum mit Lichterkerzen wird unsere schöne Kirche schmücken und die Heizung wird uns warm halten“,

sagte die Pfarrerin und richtete ein „ganz, ganz großes Dankeschön“ an die Frankenauer Elektrofirma Schneider für die schnelle Erledigung der Arbeiten. Auch das Planungsbüro Hilbert, das für den erkrankten Architekten eingesprungen sei, habe „schnell und unbürokratisch“ agiert.

Zur Erinnerung:

Wegen der veralteten Elektrik hatte die Prüfgesellschaft Dekra 2022 den Weiterbetrieb der Schaltanlage untersagt und der Versicherungsschutz wurde entzogen, mit der Folge, dass die Gemeinde die Kirche seitdem nicht mehr nutzen konnte, HNA berichtete. Gottesdienste fanden behelfsweise im Dorfgemeinschaftshaus oder im Freien statt. Neben der Heizung wurde vor allem das Glockengeläut von vielen schmerzlich vermisst. Das Verwaltungsverfahren zur Finanzierung der Sanierungskosten hatte sich über mehrere Jahre hingezogen und Pfarrerin Henriette Quapp-Wahls Amtsvorgänger Matthias Müller hatte schon vor zwei Jahren von einem „hoch komplizierten Vorgang“ gesprochen, mit der Beteiligung von rund einem Dutzend Behörden, Dienststellen, Planern und Gewerken, die alle ihre Absprachen und Abstimmungen benötigten.

38.000 Euro Fördermittel bewilligt

„Inzwischen sind 38.000 Euro Fördermittel bewilligt worden“, teilte Pfarrerin Henriette Quapp-Wahl beim Ortstermin in der Kirche mit. „Die Frohe Kunde“ habe die Gemeinde mitten im Gottesdienst zum Erntedankfest erreicht. Die Summe reiche aber nur für die Elektrik. Für weitere notwendige Sanierungsarbeiten sei noch mehr Geld erforderlich, sagte sie und verwies zum Beispiele auf abbröckelnden Putz sowie Holzarbeiten und Türen. „Ich habe den Hauptverteilerkasten und die kompletten Leitungen erneuert“, berichtete Dietmar Schneider. Die Nachtspeicheröfen seien durch Elektrodirekt-Heizkörper ersetzt worden. „Auch neben der Orgel ist jetzt ein vernünftiger Schalter“, sagte Schneider, dem die Kirchensanierung selbst sehr am Herzen liegt, wie er sagt. Sein – im Juni verstorbener Vater Willi Schneider – habe mit Blick auf das jahrelang fehlende Glockenspiel noch energisch gesagt: „Da müssen wir doch was machen.“ Leider habe es aber keine Möglichkeit gegeben, die Glocken zu aktivieren.

„Die Arbeit hier in der Kirche, ist Arbeit, die man sieht und die dankbar stimmt, weil was zurückkommt“,

sagte Dietmar Schneider. Große Unterstützung habe er von Matthias Wolf aus Altenlotheim bekommen, der innerhalb eines Tages alle Nischen für die neuen Heizkörper geschlossen habe.

„Die Zuleitungen für die Glocken liegen, jetzt müssen nur noch Herforder Elektromotoren Werke ihr Wort halten und – wie vereinbart– die Glockenmotoren liefern.“

„Toll, dass Ihr das hingekriegt habt, worauf wir jahrelang gewartet haben“, lobte Ingrid Bremmer vom Kirchenvorstand. Der gesamte Kirchenvorstand sei jetzt glücklich, betonte sie.

Fokus vom ersten Tag ihrer Zuständigkeit

Sie habe ihren Fokus vom ersten Tag ihrer Zuständigkeit für Altenlotheim an darauf gelegt, dass das Verfahren zur Sanierung der Kirche vorwärtsgetrieben wurde, sagte die Frankenauer Pfarrerin.

Riesendank an den Kirchenvorstand in Altenlotheim

„Ein Riesendank an den Kirchenvorstand in Altenlotheim, der sich seit vier Jahren mit dem Thema auseinandersetzt“, betonte sie.

„Nun freut sich das ganze Dorf darauf, dass endlich die Glocken wieder läuten“„Ich möchte mich bei allen recht herzlich bedanken, dass es nach so langer Pause in unserer Kirche jetzt weitergeht“, ließ Altenlotheims Ortsvorsteher Heiko Backhaus, der bei dem Pressetermin verhindert war, ausrichten. „Tolle Leistung von allen. Wenn der Prozess auch manchmal viel Kopf und Bauchschmerzen bereitet hat.“

(Abdruck mit freundlicher Genehmigung der HNA-Frankenberg)

 

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